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Frau Kratzmichs Haare standen in alle Richtungen ab und waren toupiert, damit keine Wetterlage den Halt der Frisur gefährdete. Irgendwer von den dreien hatte mit schwarzem Haarspray nachgeholfen und ihr zum Schluß das Gesicht leichenblaß geschminkt und ihre Augen düster umrandet. Aus den Mundwinkeln lief ihr schön schauriges Blutimitat. Sie sah aus wie ein Vampir oder als hätte sie Karneval verpaßt.

Auch Schnorri war kaum wiederzuerkennen. Wie er jetzt aussah, konnte er sich auf jede Position im Management bewerben.

Markus-Aurelius saß gerade noch an den letzten Strichen von Leas Tätowierungen auf ihrer Glatze, und Richard sah mit seinen blonden extentions (Haarverlängerung) aus wie eine Riccarda.

Herr Ballinsaus machte seinem Namen alle Ehre und trug nun ein sportliches Muster auf dem Kopf: Irgendwer hatte ordentlich Wasserstoffperoxid an ihm ausprobiert. Er war platinblond geworden ,und in regelmäßigen Abständen befanden sich schwarze Fünfecke auf seinem Kopf. In Kombination mit seiner neuen kurzen Igelfrisur sah er wirklich aus wie ein Fußball.

Und Lea hatte gar keine Haare mehr auf dem Kopf. Wie sollte Pia das nur der Mutter des Mädchens erklären? Ihr lief es heiß und kalt den Rücken hinunter.

Markus-Aurelius servierte allen Kuchen und entüllte mit Jule und Richard die Spiegel.

“Ist alles schick, wir haben uns doch solche Mühe gegeben”, flüsterte Markus-Aurelius Pia zu, die kurz vor einer Ohnmacht stand.

Alle bewunderten sich.

Frau Winkelhupf fand sich sensationell.

Auch Frau Kratzmich war ganz angetan von ihrem neuen look: “Endlich mal was anderes. Das weckt direkt neue Lebensgeister. Ich konnte mich ja schon nicht mehr sehen.”

Herr Ballinsaus fühlte sich befreit und plötzlich “mental total offen und kreativ.”

 

 

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Friseurbesuch12.

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