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“Aua”, der kleine Markus-Aurelius Morgenstern war schon wieder mit Vollspeed vor eine halb geöffnete Tür geflogen. Sein Fellbüschel wucherte mittlerweile so üppig bis über seine Augen, daß er den Schlitz zum Durchfliegen nicht erkannt hatte.

Eigentlich wollte er ein echter Beatle mit seiner Haarpracht und dann ein waschechter Rockmusiker werden, doch nun schwoll die nächste Beule sehr unvorteilhaft an seiner Stirn an.

Etwas angeschlagen flog er vorsichtig vorwärts und tastete sich zum Spiegel im Bad. Er riß ein paar Blätter Toilettenpapier von der Rolle, setzte sich aufs Waschbecken, hielt sie unter kaltes Wasser und kühlte sich die Stirn.

“Markus”, rief Lieselotta, die gerade vom Einkaufen zurückgekommen war, “Markus-Aurelius...”.

“Ja hiiieer”, hörte Lieselotta leise von irgendwo her.

“Wo ist denn hier?”

“Ja hier im Bad”, antwortete der kleine Mond noch etwas benommen.

“Oje, was ist denn mit dir passiert?” Lieselotta lief ins Bad und sah ihren kleinen schwarzen Mond mit seinem nassen Toilettenpapierverband auf dem Waschbecken sitzen.

“Ich bin vor die Tür geflogen, weil ich nichts mehr sehen kann”, sprach die Fellkugel betrübt, von der Lieselotta weder erkennen konnte wo hinten noch wo vorne war.

“Na das ist ja kein Wunder”, meinte Lieselotta nach dem ersten überstandenen Schrecken grinsend. “Wo bei dir ist vorne, sehe auch ich nur noch, wenn du dir was zum Futtern einschiebst”.

“Pühh, gar nicht wahr”, kam es irgendwo aus der Fellkugel, “aber ich sehe aus wie ein Beatle”.

 

12

Ein haarsträubender Friseurbesuch

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