





und kratzte sich am Kopf. Eine gepflegte Dauerwelle sah jedenfalls anders aus, doch
heute war großer Umstyling-Tag, da durfte das niemanden kratzen. So wie immer kann
ja jeder...
Ein unscheinbarer Teenager betrat mit seiner Mutter das Geschäft.
“Meine Tochter Lea hat ihre Werbung draußen gelesen und möchte sich umstylen lassen.”
‚Prima, ich wußte doch, daß die Aktion Kunden bringt‘, dachte Markus-Aurelius und
war begeistert von seinem geschäftlichen Weitblick.
“Sie können sie in einer Stunde abholen”, teilte Jule der Mutter mit.
Richard flocht Frau Kratzmich sorgfältig das Haarteil ein, und Jule griff zur Schere
für den Feinschnitt auf Schnorris Kopf. Der kleine Mond hatte ihr genau erklärt,
wie er sich den ‚neuen‘ Schnorri vorstellte.
Herr Ballinsaus war eingeschlafen, und Frau Winkelhupf wartete geduldig auf die andere
Hälfte ihres Make-ups.
Der Mond wühlte inzwischen rein informativ in den Haarteilen. ‚Man sollte immer über
seinen Bestand informiert sein, damit man den Kunden auch etwas anbieten konnte‘,
dachte er.
“Was ist denn das?” er hielt eine fleischfarbende Kunststoffkappe hoch.
“Das wird schon mal in Filmen verwendet, wenn man eine Glatze braucht, der Schauspieler
aber Haare auf dem Kopf hat”, antwortete Jule.
“Prima, das nehmen wir”, entschied der kleine Mond mit einem Blick auf Lea und gab
Jule Leas ‚neue Haare‘.
Als Jule mit Schnorris neuem Schnitt fertig war, legte der kleine Mond nun höchstpersönlich
Hand an Schnorris neue Frisur und griff zur Geltube, um Schnorris Kopf mit den letzten
Akzenten zu versehen.
Jule kümmerte sich um Leas neue Glatze, während Richard die Make-ups bei den beiden
Damen übernahm.