





“Kein Problem, wir machen das schon”, tröstete Jule ihre Chefin, “Markus-Aurelius
und ich haben alles im Griff.”
Pia verließ eilig den Salon.
Jule ergriff den Fön und widmete sich Frau Winkelhupf.
Markus-Aurelius hatte Frau Kratzmich bereits schon länger im Visier. Ihr schien kalt
zu sein.
“Frieren sie etwa?” Markus-Aurelius schrie gegen das Föngeräusch an.
“Ja ein wenig”, antwortete Frau Kratzmich.
“Na, da können wir doch was für sie tun”, war der kleine Mond überzeugt und verstellte
die Temperaturanzeige an der Haube, “nun wird es ihnen gleich angenehm warm werden.”
Ein kleiner Junge betrat mit seinem Vater den Salon. Der Junge plärrte, der Vater
war sichtlich überfordert.
“Richard will sich die Haare nicht schneiden lassen”, erklärte der Vater.
“Gehen sie mal eine Runde spazieren. Wir kümmern uns um ihren Sohn”, Jule kannte
Richard und seinen Vater bereits. Jedesmal gab es dasselbe Theater...
“Ich habe eine tolle Idee”, der kleine Mond flog auf den verblüfften Richard zu,
der beim Anblick des Mondes unmittelbar sein Geheule einstellte.
“Wir verhüllen jetzt alle Spiegel und machen eine große Überraschungs-Umstyling-Aktion”,
verkündete der kleine Mond.
So etwas hatte er schon mal im TV gesehen, und die Idee war ausgesprochen gut bei
den Leuten angekommen, an denen es das Fernsehteam ausprobiert hatte.
Jule war begeistert, und Frau Kratzmich wurde es bereits wärmer.
Beim seinem anfänglichen Erkundungsflug hatte Markus-Aurelius im Lager einige Decken
gesichtet. Zusammen mit Pias Handtüchern müßte die Menge seiner Ansicht nach ausreichen,
um alle Spiegel abdecken zu können.

