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“Hallo Pia”, Lieselotta und Markus-Aurelius betraten das kleine Friseurgeschäft von Lieselottas Freundin, die sie noch aus dem Sandkasten kannte.

“Oh mein Gott”, lachte Pia, “eine völlig befellte Kegelkugel. Hallo Markus-Aurelius”. Sie hielt ihm die Hand hin, und irgendwo aus der Kugel kam Markus-Aurelius‘ Hand heraus.

“Tachchen”, sprach das Wollknäuel.

Lieselotta nahm den kleinen Mond von ihrer Schulter und drückte ihn Pia in die Hände, “ich muß noch kurz was erledigen. Wann kann ich sein Gesicht wieder erkennen?”

“So in einer Stunde ungefähr, aber laß dir ruhig Zeit.”

Pia setzte Markus-Aurelius in einen Stuhl.

“Ich schneide dir mal eben die Augen frei, und dann erzählst du mir, wie du aussehen möchtest.”

Schnipp schnapp – endlich war des kleinen Mondes Blick auf die Welt wieder freigelegt. Nun konnte der Mond endlich die Welt wieder sehen und nicht nur die Welt den Mond.

“Ich habe ein Bild mitgebracht”, der kleine Mond zückte ein Photo aus seinem Rucksack.

“Au ja, das sieht schön frech aus, und für die Hitze in Italien ist es perfekt.”

Markus-Aurelius hatte sich für ein einziges struppiges Fellbüschel auf seinem Kopf entschieden. Der Rest des Fells sollte abrasiert werden.

“Kannst du mir das Fell vorher waschen?” Markus-Aurelius flirtete mit einem gekonnten Augenaufschlag. Der kleine Mond liebte es mittlerweile, wenn ihm jemand sein Fell wusch. Seine angeborene Angst vor Wasser hatte er verloren.

“Natürlich, du bekommst das volle rundum-sorglos-Paket. Einen kleinen Moment mußt du dich noch gedulden. Ich muß mich eben noch meinen anderen Kunden widmen. Dann geht’s schon los mit deinem wellness-Programm.”

Pia lief zu einer älteren Dame und kümmerte sich um den vorteilhaften Sitz ihrer grauen Haarpracht.

 

 

Friseurbesuch4.

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