





wollte sie den Kleinen auf keinen Fall verletzen. Doch da mußte er jetzt durch.
Sie setzte ihn vorsichtig ins Wasser, nahm ein Portion Shampoo, und los ging es mit
der Fellrundumerneuerung.
Plötzlich verstummte sein Quietschen. Lieselotta streichelte ihn, massierte ihm sanft
sein Fell, wusch ihm Füße, Hände und Ohren und achtete darauf, daß er keinen Schaum
in die Augen bekam. Sie trocknete eine Hand und bot ihm noch schnell ein Stück von
der Schokolade an, bevor er es sich mit dem Gequietsche wieder anders überlegte.
Markus-Aurelius lutschte die Schokie und lächelte
Lieselotta zaghaft an. Er hatte ein wenig Ähnlichkeit mit dem sprichwörtlichen begossenen
Pudel.
Nachdem sie ihn das sechste Mal einshampooniert hatte, mutmaßte sie, daß er nun einen
brauchbaren Sauberkeitsgrad erreicht haben könnte.
“So, genug gebadet für heute, kleiner Mann”, sagte Lieselotta und ließ das Wasser
heraus, Markus-Aurelius stand im Waschbecken, schüttelte sich und spritze dabei die
Badezimmerwände naß. Nun besaß er auffällig große Ähnlichkeit mit einem explodierten
Wischmob.
Lieselotta lachte, setzte Markus-Aurelius in ein Handtuch, rubbelte ihn ab. Das schien
ihm zu behagen, denn er grummelte leise vor sich hin.
“Paß auf, jetzt kommt das Schönste”, Lieselotta machte den Fön startklar, postierte
die schwarze Kugel im Handtuch auf ihren Knien und befönte ihn mit angenehm temperierter
Fönluft. Das gefiel ihm und schien eine ausreichende Entschädigung für den Badestreß
darzustellen, den er erlitten hatte. Er reckte sich in alle Richtungen, damit jeder
Quadratmillimeter seines Körpers von der warmen Luft abbekam und lachte. Es sah so
aus, als ob er tanzte. Lieselotta bot ihm ein weiteres Stück Schokolade an, das er
sofort ergriff.
‚Hm‘, dachte sie ‚wo Hunger ist, ist wahrscheinlich Durst nicht weit‘ und hielt ihm
die