





‚Und jetzt schnell ab ins Bad, bevor die Quietscherei ihren Höhepunkt erreicht‘,
dachte sie.
Sie nahm dem kleinen Mond die Windel ab und setzte ihn im Badezimmer auf ein weiches
Handtuch. Zur Ablenkung hielt sie Markus-Aurelius ein Stückchen Schokolade hin. Zögerlich
streckte er seinen Arm danach aus, und dann – schneller als der Blitz - griff er
danach.
Lieselotta überlegte derweil, welche Duftnote am besten zu einem Mond passen würde.
‚Wildrose-Lavendel, Orange-Lavendel‘, na das waren keine männlichen Duftnoten. Sie
entschied sich für ein normales Shampoo, schließlich mußte das Fell anständig gesäubert
werden. Sie ließ handwarmes Wasser in ihr Waschbecken ein, das ihr mondengroßgerecht
erschien.
Markus-Aurelius lutschte genüßlich an der Schokolade, aber er mißtraute Lieselottas
Treiben ein wenig. Sie setzte ihn wieder auf ihre Hand, hielt ihn über das Waschbecken
und sagte ruhig zu ihm “jetzt bloß nicht zappeln, sonst fällst du mir gleich hinein”.
Markus-Aurelius hob zu einem neuen Quietschkonzert an – Wasser war offensichtlich
wirklich nicht seine Domäne.
Mit einer Hand hielt Lieselotta nun den Mond fest, mit der anderen schöpfte sie Wasser
und berührte damit behutsam seinen Körper. Das arme Kerlchen mußte erst mal an das
nasse Element gewöhnt werden, vielleicht ließ er sich so überlisten. Markus-Aurelius
schrie nun wie am Spieß.
Er klang wie Lieselottas Goldhamster. Die kleine Hamsterdame hatte damals vor Angst
auch so laut gefiept und gefaucht als sie neu zu Lieselotta kam. Mit ein wenig Geduld
und ein paar Leckerbissen später waren beide schließlich Freunde geworden. Nun ließ
sich der Hamster gerne streicheln.
Der kleine Mond zitterte vor Angst am ganzen Körper. Lieselotta hielt ihn nun vorsichtshalber
mit beiden Händen fest. Sie hatte Mitleid mit dem kleinen Kerl, außerdem