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Sie setzte sich zu dem kleinen Mond aufs Bett, brach ein kleines Stück Schokolade ab und hielt es Markus-Aurelius hin. Cosma war schneller. Schlupp – das Stück hatte sie sich schon mal gesichert.

“Cosma Morgenstern!!! So geht das nicht! Du kannst doch nicht deinem kleinen Sohn die Schokolade wegfuttern. Wie kann man nur so gierig sein? Ich glaube, ich gehe deinen Zwerg zuerst duschen”, tadelte Lieselotta ihr kleines Sternenmädchen.

Markus-Aurelius begann zu quietschen. – Aha, Laute konnte er von sich geben, und seine Ohren schienen ebenfalls in Ordnung zu sein, denn auf das Wort ‚duschen‘ reagierte er. Das war beruhigend.

“Duschen mag er nicht”, wandte Cosma ein “du weißt doch, daß wir Himmelskörper alle kein Wasser mögen und uns schlecken wie Katzen.”

“Er muß duschen, er riecht unsexy”, stellte Lieselotta fest “vielleicht kommt er etwas zur Ruhe, wenn er im warmen Wasser planscht. So viele Mädels sind ihm bestimmt ungeheuer. Wer weiß, wo er sich die letzten Jahre herumgetrieben hat”.

“Pühh”, machte Cosma “dann ziehe ich mir eben den Lidstrich nach”. Draußen war sie.

Markus-Aurelius blickte Lieselotta schüchtern mit seinen dunklen Augen an.

Lieselotta lächelte ihn an “so ist sie nunmal. Du kennst sie ja. Komm, spring mal auf meine Hand, ich bringe dich ins Bad.”

Markus quietschte erneut, diesmal lauter. Duschen wollte er auf keinen Fall!

Lieselotta schnappte sich die kleine müffelnde Fellkugel, setzt sie sanft auf ihre Hand und streichelte sie beruhigend. Noch nie in ihrem Leben hatte sie Mondenhaut berührt. Markus-Aurelius fühlte sich wie besonders weicher Samt an und war angenehm warm. Sein Fellbüschel klebte allerdings ein wenig. Lieselotta lächelte und dachte an ihr Lieblingsstofftier aus Kindertagen: Ein ganz weiches Murmeltier, das sich in ihrer Erinnerung fast genauso anfühlte. Sie hatte es eines Tages auf dem Weg in den Kindergarten verloren, und es war trotz einer intensiven Suchaktion der gesamten Nachbarschaft nie wieder aufgetaucht.

 

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Familienzuwachs7.

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