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Er war offensichtlich noch ein Baby, denn als Sirius‘ Zwillingsbruder war er erst schlappe 300 Jahre, und das ist für einen Mond nicht wirklich alt.

Cosma schien der strenge Geruch nicht aufzufallen, sie herzte ihren stinkenden Sohn. Das ist wahre Mutterliebe...

“Sage mal Cosma”, begann Lieselotta vorsichtig “ist dein Kleiner immer so schwarz, oder ist er nur durch einen Kohlenkeller oder einen Sumpf geflogen?”

“Er ist immer schwarz”, antwortete Cosma stolz “Markus-Aurelius ist ein ganz besonderer Mond. Schwarze Monde sind sehr selten. Das kommt aus meiner Familie mütterlicherseits. Allerdings kann er im Dunkeln nie leuchten. Er muß eine Taschenlampe zu Hilfe nehmen. Nichts als Ärger hat man mit dem Jungen”, seufzte sie scherzhaft. “Doch er ist so hübsch, da kommt er ganz nach mir, dann lernt er eben etwas anderes als Mondleuchten am Nachthimmel, wenn er groß ist.”

Zack, so einfach und unkompliziert war für Cosma die Zukunftsplanung ihrer Kinder.

Alle begutachteten Markus-Aurelius.

Rosemarie legte vor lauter Aufregung noch ein Ei, und Delta war ganz aus dem Häuschen, daß sie noch einen Bruder bekommen hatte – auch sie hatte man offensichtlich völlig vergessen zu informieren, daß es ihn gab. Klärchen schmückte Markus-Aurelius bereits mit Federn, und Schokominza schnitt mit ihren Scheren schon mal vorsichtshalber eine Fellprobe von dem Kleinen ab.

“So geht das nicht, Mädels”, entschied Lieselotta “schaut doch mal, er ist ja ganz verschreckt, er sagt gar nichts. Er braucht ein wenig Ruhe. Vielleicht ist er hungrig. Was ißt denn dein Sohn, Cosma?”

“Na was Himmelskörper eben so essen – Schokolade.”

Lieselotta ging in die Küche zu den Vorräten, die sie für die Bande angelegt hatte. Sie ergriff eine Tafel Schokolade und eine der kleinen Nuckelflaschen mit Kakao. Die Bande war ganz versessen auf Nuckelflaschen.

 

 

Familienzuwachs6.

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