





Klärchen hüpfte herum und versuchte, die herabsinkenden Federn in ihrem Beutel aufzufangen.
Die kleine Delta befand sich irgendwo unter den Federn, und Cosma saß mitten im Chaos
und schaute Lieselotta direkt in die Augen.
“Esch isch doch gar nixsch paschiert”, nuschelte sie kleinlaut und fingerte nach
einem Stück ihrer Lieblingsschokolade.
“Cosma!!!” Lieselotta war sichtlich entzürnt.
“Iiich bin iiiimmer liieeeb!!!”, Cosma hatte ihr schönstes Augenklimpern aufgelegt
und machte ein besonders unschuldiges Gesicht.
Mitten in diesem Tohuwabohu bemerkte Lieslotta ein schüchternes Klopfen von irgendwo
her. “Pst, seid mal leise, was hat denn da gerade geklopft?”
Es klopfte kräftiger. Das Geräusch kam aus Richtung des Fensters. Alle guckten, keiner
sah etwas. Es war dunkel draußen.
Es klopfte erneut. Lieselotta schüttelte den Kopf und öffnete das Fenster. Dieses
Vorfall mußte jetzt geklärt werden.
Vor dem geöffneten Fenster schwebte eine kleine schwarze Kugel von ungefähr 10 Zentimetern
Durchmesser mit zwei dünnen Armen, zwei dünnen Beinen und einem bunten Rucksack auf
dem Rücken.
“Mama?” kam es leise fragend aus der Kugel heraus.
“Markus!” schrie Cosma, “Markus-Aurelius!”. Cosma sprang auf und flog federbedeckt
zum Fenster. Sie schnappte nach dem schwarzen Etwas und zog es ins Zimmer.
“Das ist mein Sohn Markus-Aurelius, der Zwillingsbruder von Sirius”, strahlte Cosma
über ihr ganzes Gesicht.
“Seit wann hat Sirius einen Zwillingsbruder?” Lieselotta war durcheinander. Cosma
lebte seit 7 Jahren bei ihr, doch Markus-Aurelius war in ihren Erzählungen noch nie
vorgekom-men

