





Daß es sich dann um die eigene Familie handelte, schien Lieselotta nur logisch.
Lieselotta reichte sie ihm, und der kleine Mond striff sie über. Seine Windeln konnte
er sich mit 300 Jahren schon ganz alleine anziehen. Eigentlich brauchte er sie auch
schon längst nicht mehr. Markus-Aurelius war schon einige Jahrzehnte stubenrein,
aber seine Windeln waren ihm bequem, und er liebte sie. Zu jeder Tätigkeit, der der
kleine Mond nachging, besaß er eine Windel mit passendem Motiv darauf. War gerade
eine Sorte in seinem Sortiment nicht verfügbar, so konnte er sie schnellstens im
wwsw bestellen und binnen Minuten wurde sie ihm durch einen intergalaktischen Sternchenboten
zugestellt.
Einen Augenblick später ergriff Lieselotta den sichtlich zufriedenen Mond und den
Fön, lief mit ihnen in die Küche und setzte Markus für einen Moment auf ihrer Küchenarbeitsplatte
ab. Ohne weitere Zwischenfälle zeigte sie dem neugierigen Mond die Zubereitung von
Kakao und Sahne. Markus sprang beim Schlagen der Sahne mit dem Mixer auf den Rand
der Schüssel, damit er alles genau beobachten konnte. Hin und wieder bekam er einen
Spritzer Sahne ab, was ihm sichtlich Spaß bereitete. Er schleckte die Spritzer ab
und balancierte gekonnt auf dem Schüsselrand.
Fertig! Lieselotta holte ein Tablett, Tassen, Teller, Löffel, Kuchen und Eis. Markus-Aurelius
flog auf ihre Schulter, setzte sich dort, zwickte Lieselotta ins Ohr und grinste
frech. Dafür daß er sie vorhin erst kennengelernt hatte, war er bereits recht zutraulich.
Lieselotta trug das Tablett ins Schlafzimmer. Cosma hatte bereits auf dem Bett Platz
genommen und bekam nun Kakao und einen großen Teller mit Eis, Kuchen und noch mehr
Sahne dazu serviert. Obendrauf gab es zur Feier des Tages einen kräftigen Schuß Schokoladensoße.
Auch Rosemarie, Klärchen und Schokominza Wunderschön tauchten auf. Schnell war eine
Party im Gange.
Markus-Aurelius futterte mit großem Appetit die gereichten Leckereien. Lieselotta
wunderte sich, was in so einen kleinen Mond für eine gewaltige Portion hineinpaßte.
Die Menge war ja beinahe so groß wie er selber!